Schmuckes Kästchen!
Guten Tag Herr Jungblut,
so fängt die Woche gut an: Mit einem Paket von audiophile hifi-produkte. Was ich da auspacke ist erstaunlich kompakt, elegant und von gediegener Wertarbeit: UPC-200 von PS Audio. Offensichtlich teilt der Konstrukteur meinen guten Geschmack für Design (kleiner Scherz) und meine Vorliebe für gebürstetes Aluminium. Gelungen die konkave, massive Alu-Front mit der blauen LED. Etwas enttäuschend dagegen das Fehlen der Phasenposition. Vor dem „plug and play“ also ein kurzer Check derselben.
Nach dem Verkabeln sollte nun die Stunde der Wahrheit schlagen: Kann das UPC-200 gegen meine aufwendige Netzaufbereitung bestehen? Diese aus je drei Kombinationen Netzfilter/Trenntrafo/Stelltrafo für CD-Player, Receiver und Kopfhörer-Verstärker und einem Netzfilter/Stelltrafo-Duo für den aktiven Subwoofer in ausgiebigen Hörsitzungen herauskristallisierte Stromsäuberung lässt den Test erscheinen wie der Kampf David gegen Goliath.
Der erste Versuch klingt vielversprechend. Eine großzügige räumliche Abbildung und Detailfreudigkeit vom ersten Takt an. Lediglich eine unangenehme Härte in den Stimmlagen und mangelnder Druck „untenherum“ stören den Frieden. Die Härte verschwindet nach gut 24 Stunden, nach 5 Tagen vollständig. Für den nötigen Drive sorgt der kleine Umschalter am Boden des Gerätes. Was bleibt, ist ein seidiges, geschmeidiges Klangbild mit ausgezeichneter Tiefenstaffelung. Auffällig die Eliminierung des gefürchteten Pumpens bei manchen Pianoaufnahmen! Die für die natürliche Klangcharakteristik so wichtigen Oberwellen profitieren von der Stromreinigung ebenfalls. (Einfach verblüffend: Was vorher schlicht nicht zu hören war - und das war nun wirklich nicht so übel! - CDs, die man in- und auswendig zu kennen glaubte, kann man jetzt ganz neu entdecken.)
Bleibt noch die Frage zu klären, was passiert, wenn man diesen UPC mit meinen Filtern kombiniert? Etwa ein totgefiltertes, mattes Klangbild ohne Saft und Kraft, in Schönheit gestorben? Mitnichten! Hier findet ein „audiophiler Overkill“ statt! Stellen Sie sich vor, Sie photographieren einen Raum mit Blitzlicht. Der Vordergrund ist gut ausgeleuchtet, je weiter nach hinten, desto mehr „säuft“ das Bild ab. Mit dem gereinigten Strom wird eben dieser Raum bis in den letzten Winkel hinein perfekt ausgeleuchtet! Oder anders gesagt, nie hörte man mehr Musik! Man glaubt sich ins Aufnahmestudio vor die Abhörmonitore versetzt. Großes Kompliment nach Boulder, Colorado und ein herzliches Dankeschön nach Brachbach, Germany für die Realisierung dieses wirklich einmaligen Hörerlebnisses. Da ich dieses Jahr schon Geburtstag hatte, freue ich mich umso mehr auf Weihnachten. UPC-200 Schmuckkästchen sollte unter keinem Christbaum fehlen!
Mit herzlichem Dank und schönen Grüßen
Gerald Niemann